Was kostet eine Wohnung in Wien gerade wirklich? Im Netz findest du dazu sehr viele Zahlen, und die passen oft nicht zusammen. Hier bekommst du die amtlichen Werte von Statistik Austria und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB): für ganz Wien, für jeden Bezirk und für die Entwicklung 2026.
Wien-Schnitt 2025
5.212 € pro m² für eine Eigentumswohnung, gerechnet aus tatsächlich gezahlten Preisen.
Teuerster Bezirk
1. Innere Stadt: 7.077 € (Baujahr bis 1960) bis 9.477 € (ab 1991) pro m².
Günstigster Bezirk
10. Favoriten: 3.024 € pro m² (Baujahr bis 1960).
Trend 2026
Österreichweit +3,9 % im 1. Halbjahr 2026, ein neuer Rekordwert.
Was kostet ein Quadratmeter Wohnung in Wien?
Im Mittel 5.212 € pro Quadratmeter, so viel kostete 2025 eine Eigentumswohnung in Wien. Die Hälfte der Wohnungen wurde teurer verkauft, die andere Hälfte günstiger.
Das sind die neuesten amtlichen Durchschnittspreise von Statistik Austria, veröffentlicht im Mai 2026. Wichtig ist: Es geht um echte Kaufpreise, nicht um das, was in Inseraten verlangt wird.
Zum Vergleich: Der Schnitt für ganz Österreich liegt bei 4.162 €/m². Wien ist damit das teuerste Bundesland, knapp vor Vorarlberg (5.000 €/m²), Salzburg (4.968 €/m²) und Tirol (4.965 €/m²).
Rechenbeispiel (nur zur Veranschaulichung): Eine Wohnung mit 70 m² zum Wiener Durchschnittspreis von 5.212 €/m² käme auf rund 365.000 €. Deine Wohnung kann je nach Lage, Zustand und Ausstattung deutlich darüber oder darunter liegen.
Welche Bezirke sind am teuersten und günstigsten?
Die Tabelle zeigt die Durchschnittspreise von Statistik Austria für Eigentumswohnungen mit 54 bis 77 m² ohne Balkon, Terrasse oder Garten, berechnet aus echten Kaufpreisen der Jahre 2021 bis 2025 und auf das Preisniveau 2025 angepasst (Preis je m² Wohnfläche).
| Bezirk | Baujahr bis 1960 | 1961–1990 | Baujahr ab 1991 |
|---|---|---|---|
| 1. Innere Stadt | 7.077 € | 8.287 € | 9.477 € |
| 2. Leopoldstadt | 4.630 € | 4.603 € | 6.369 € |
| 3. Landstraße | 4.814 € | 4.538 € | 5.655 € |
| 4. Wieden | 5.397 € | 4.921 € | 7.139 € |
| 5. Margareten | 4.476 € | 4.325 € | 5.370 € |
| 6. Mariahilf | 5.445 € | 4.743 € | 4.708 € |
| 7. Neubau | 5.110 € | 4.849 € | 6.214 € |
| 8. Josefstadt | 5.797 € | 5.227 € | 6.343 € |
| 9. Alsergrund | 5.549 € | 4.750 € | 6.404 € |
| 10. Favoriten | 3.024 € | 3.127 € | 4.354 € |
| 11. Simmering | 3.048 € | 3.254 € | 3.606 € |
| 12. Meidling | 3.795 € | 3.573 € | 5.225 € |
| 13. Hietzing | 4.300 € | 4.100 € | 5.905 € |
| 14. Penzing | 3.827 € | 3.694 € | 5.796 € |
| 15. Rudolfsheim-Fünfhaus | 3.763 € | 3.591 € | 4.905 € |
| 16. Ottakring | 3.551 € | 3.571 € | 5.303 € |
| 17. Hernals | 3.760 € | 3.945 € | 5.687 € |
| 18. Währing | 4.470 € | 4.556 € | 5.735 € |
| 19. Döbling | 5.036 € | 4.536 € | 6.066 € |
| 20. Brigittenau | 3.812 € | 3.569 € | 5.058 € |
| 21. Floridsdorf | 3.169 € | 3.225 € | 4.645 € |
| 22. Donaustadt | 3.653 € | 3.904 € | 5.214 € |
| 23. Liesing | 3.251 € | 3.259 € | 4.810 € |
Wichtig zum Baujahr: Statistik Austria teilt die Wohnungen nach Baujahr in drei Gruppen: bis 1960, 1961 bis 1990 und ab 1991. Einen eigenen Wert für den klassischen Wiener Altbau (vor 1945) gibt es nicht, er steckt in der Gruppe bis 1960. In der Inneren Stadt gibt es wenige Verkäufe, dort gilt ein Wert für alle Wohnungsgrößen.
Am teuersten ist die Innere Stadt mit 7.077 €/m² bei Baujahr bis 1960 und 9.477 €/m² bei Baujahr ab 1991. Bei Baujahr bis 1960 folgen Josefstadt, Alsergrund, Mariahilf und Wieden.
Am günstigsten ist Favoriten mit 3.024 €/m² bei Baujahr bis 1960, dahinter liegen Simmering, Floridsdorf und Liesing.
Wohnungen mit Balkon, Terrasse oder Garten liegen in derselben Tabelle höher. Ein Beispiel: In der Leopoldstadt kostet eine Wohnung mit Baujahr bis 1960 und Außenfläche im Schnitt 6.064 €/m² statt 4.630 €/m².
Wo bekommst du in Wien am meisten Wohnung für dein Geld?
Probier es auf der Karte aus: Stell dein Budget ein, vergleiche zwei Bezirke oder schau dir an, wie sich die Preise seit 2021 verändert haben. Die Zahlen stammen aus denselben Daten von Statistik Austria wie die Tabelle oben.
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2026?
Die Preise steigen wieder, und zwar auf ein neues Rekordniveau.
Laut Statistik Austria wurde Wohneigentum in Österreich im 1. Halbjahr 2026 um 3,9 % teurer als ein Jahr davor. Im 2. Quartal 2026 lag der Preisindex erstmals über dem bisherigen Höchstwert aus dem 3. Quartal 2022.
- Bestehende Objekte: 1. Quartal +2,9 %, 2. Quartal +5,1 %
- Neuer Wohnraum: 1. Quartal +2,6 %, 2. Quartal +4,9 %
- Bestehende Wohnungen im ganzen Halbjahr: +4,1 %
Die Preise ziehen im Lauf des Jahres also spürbar an.
Zur Einordnung: 2023 und 2024 waren die Preise in Österreich gesunken. 2025 ging es wieder um 2,6 % nach oben. In Wien wurden Eigentumswohnungen 2025 um 1,8 % teurer, Häuser dagegen um 1,5 % günstiger.
Die Halbjahreswerte 2026 gelten für ganz Österreich. Die nächsten Daten von Statistik Austria (3. Quartal 2026) erscheinen am 18. Dezember 2026.
Warum gibt es so unterschiedliche Zahlen?
Jede Quelle rechnet anders, deshalb kannst du die Zahlen nicht direkt vergleichen.
Ein Beispiel für Wien im Jahr 2025:
- Statistik Austria: +1,8 %, nur Eigentumswohnungen
- OeNB: +2,9 %, Wohnungen und Einfamilienhäuser zusammen
Beide Werte stimmen, sie messen nur nicht genau dasselbe. Laut OeNB stiegen die Preise 2025 in Wien stärker als im Österreich-Schnitt (+2,1 %) und als in Österreich ohne Wien (+1,6 %).
Auch die Bezirkstabelle oben gilt nur für eine bestimmte Gruppe: Wohnungen mit 54 bis 77 m² ohne Außenfläche. Sie ist deshalb nicht eins zu eins mit dem Wien-Schnitt von 5.212 €/m² vergleichbar.
Noch größer ist der Unterschied zwischen Angebotspreisen und Kaufpreisen. In Inseraten steht, was Verkäufer gerne hätten. In der Statistik steht, was Käufer am Ende wirklich bezahlt haben. Portalwerte liegen oft deutlich über den amtlichen Durchschnitten, für die Innere Stadt findest du im Netz Werte, die fast doppelt so hoch sind wie andere.
Neubau oder Altbau – wie groß ist der Preisunterschied?
Wohnungen mit Baujahr ab 1991 kosten in fast allen Wiener Bezirken deutlich mehr als Wohnungen mit Baujahr bis 1960.
In der Leopoldstadt zahlst du bei Baujahr ab 1991 im Schnitt 6.369 €/m², bei Baujahr bis 1960 4.630 €/m². In der Wieden sind es 7.139 € gegenüber 5.397 €, in Penzing 5.796 € gegenüber 3.827 €. Eine Ausnahme ist Mariahilf: Dort liegen Wohnungen mit Baujahr bis 1960 mit 5.445 €/m² sogar über jenen ab 1991 mit 4.708 €/m².
Rechenbeispiel (nur zur Veranschaulichung): Eine 70-m²-Wohnung in der Leopoldstadt käme zu den Tabellenwerten bei Baujahr bis 1960 auf rund 324.000 €, bei Baujahr ab 1991 auf rund 446.000 €.
Bei der Preisentwicklung gibt es dagegen eine Wende: Im 1. Halbjahr 2026 sind bestehende Häuser und Wohnungen österreichweit um 4,0 % gestiegen, neue um 3,8 %. Laut Statistik Austria haben sich gebrauchte Immobilien damit erstmals seit Jahren stärker verteuert als neue.
Was bedeutet das für dich als Verkäufer?
Der Markt arbeitet derzeit eher für dich, ein realistischer Preis bleibt trotzdem entscheidend.
- Die Preise steigen wieder: Wohneigentum ist österreichweit so teuer wie nie, und bestehende Wohnungen und Häuser legen derzeit sogar etwas stärker zu als neue.
- Der Bezirk macht viel aus: Zwischen Favoriten und der Inneren Stadt liegen bei Baujahr bis 1960 mehr als 4.000 € pro m².
- Außenfläche zählt: Ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten hebt den Preis spürbar, wie das Beispiel Leopoldstadt zeigt.
- Inserate sind kein Maßstab: Wenn du deinen Preis an Portalwerten ausrichtest, liegst du schnell zu hoch. Echte Kaufpreise aus dem Grundbuch und von Statistik Austria sind die bessere Basis.
- Niederösterreich: Dort wurden Eigentumswohnungen 2025 laut Statistik Austria um 1,9 % teurer, Häuser um 2,6 %.
Auch innerhalb eines Bezirks zählen Umgebung, Stockwerk und Zustand. Die Tabelle ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt aber keinen Blick auf deine Wohnung.
Such zuerst deinen Bezirk und das Baujahr in der Tabelle, dann weißt du, in welcher Größenordnung du liegst. Lass dich von hohen Zahlen aus Inseraten nicht blenden. Wenn du wissen willst, was deine Wohnung in Wien oder Niederösterreich heute bringt, schauen wir uns das gerne gemeinsam mit dir an.



